Eine Studie der University of Nebraska zu Pornographie kommt zu zwei interessanten Ergebnissen. Erstens: Je früher junge Männer anfangen, Pornos zu konsumieren, umso gewalttätiger werden sie später zu Frauen. Und zweitens: Je später sie damit anfangen, umso besseren Sex haben sie in der Folge.

Den ersten Effekt führen die Forscher darauf zurück, dass in Pornos oft brutaler Sex eine große Rolle spiele. Der Nachahmungseffekt sorge dafür, dass die Konsumenten diesen selbst erleben wollten.
Der zweite wiederum beruhe darauf, dass diejenigen, die besonders früh mit den harten Leistungsstandards der Pornoindustrie konfrontiert würden, schlechtere Chancen hätten, sich ohne Leistungsdruck zu entfalten.

Die Lösung scheint also ganz einfach: Möglichst wenige Pornos, und möglichst spät mit dem Gucken anfangen. In der Praxis, die von der allgegenwärtigen, grenzenlosen Verfügbarkeit des Internets geprägt ist, dürfte das allerdings utopisch sein.

 

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Facebook macht dumm? Dem guten, alten Sokrates folgend, der schon vor tausenden Jahren den vermeintlichen Werteverfall der sprichwörtlichen heutigen Jugend beklagt hatte, könnte man das annehmen. Eine Untersuchung zeigt aber: In gewisser Weise ist sogar das Gegenteil der Fall.

Denn Nutzer des derzeit weitverbreitetsten sozialen Netzwerks schreiben mit zunehmender Nutzungsdauer sprachlich anspruchsvollere Texte. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der National Research University Higher School of Economics.

Durch die Analyse von Beiträgen fast einer Million Nutzer kamen die Forscher zu folgender Erkenntnis: Postings, die 2016 verfasst wurden, sind deutlich komplexer als Posts von 2015. Und das gilt auch für die Jahre davor. Von Jahr zu Jahr werden die Beiträge komplexer und anspruchsvoller.

Sorgen um die Schreib- und Lesefähigkeiten muss man sich also erstmal keine machen. Einziger Schönheitsfehler: Analysiert wurden Beiträge im russischen Pendant zu Facebook VK. Es sei aber „sehr wahrscheinlich“, dass der beobachtete Effekt auch auf die sozialen Netzwerke anderer Länder übertragbar sei.

 

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Air Berlin steht derzeit in der Kritik. Die einst für ihren guten Service bekannte Fluglinie steht unter schwerem Druck – und wird für ausfallende Flüge und dramatische Verpätungen von vielen Kunden öffentlich angegriffen – darunter auch Promis wie beispielsweise Bushido.

Dass die Neigung zu Fehlern aber auch gute oder wenigstens witzige Seiten haben kann, zeigt die folgende Anekdote: Ein Hochzeitspaar in den USA veröffentlichte ein Foto, das seitdem die Runde im Netz macht. Die Braut trägt ihr Hochzeitskleid, der Bräutigam jedoch steht in Unterhose und T-Shirt neben ihr.

Die Kritik daran bekommt allerdings nicht Air Berlin ab, sondern eine andere Fluggesellschaft: Delta Airlines. Mit der war das Paar von Washington nach New York losgeflogen. Anstatt aber wie geplant von dort direkt nach Island zu fliegen, kamen sie dort erst mit über 18 Stunden Verspätung und zwei Umstiegen in Paris und Berlin an – mit Air Berlin, aber ohne ihren Koffer.

Obwohl diese nicht auf die Anfrage des Paars reagierten, ist anzunehmen, dass die Probleme der Fluggesellschaft mit dem Bodendienstleister Aeroground für das vergessene Gepäck verantwortlich waren. Dem Paar jedoch sind solche Details egal, sie haben bei Delta gebucht und sind deshalb sauer auf diese, nicht Air Berlin.

 

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Schlau und trotzdem dumm: Wie eine Studie der New York University zeigt, sind Menschen mit höheren kognitiven Fähigkeiten (im Volksmund auch intelligent genannt) vor Stereotypen und Vorurteilen nicht gefeit. Im Gegenteil: Gerade aufgrund ihrer schnellen Auffassungsgabe eignen sie sich sogar schneller Klischees an als weniger begabte Menschen.

Allerdings funktioniert das auch in die andere Richtung: Bekommen Menschen mit einer höheren Intelligenz Informationen, die ihren Vorurteilen widersprechen, legen sie jene auch schneller wieder ab als dümmere weniger intelligente.

Das Problem: Menschen mit hohen kognitiven Fähigkeiten sind sehr gut darin, Muster zu erkennen. Das ist einerseits gut, kann aber andererseits auch zum Fluch werden. Dann nämlich, wenn das zugrundeliegende Muster ein gängiges Klischee oder Vorurteil ist, etwa über eine ethnische oder soziale Gruppe.

Intelligentere Menschen lernen also einfach schneller, ein neues Vorurteil praktisch anzuwenden, weil sie das dahinterliegende Muster schneller verinnerlichen. Zum Glück hilft ihnen ihre Intelligenz aber im Zweifelsfall, die erlernten Stereotype als Unsinn zu entlarven und das Muster zu verwerfen.

 

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Google ist Teil unseres täglichen Lebens – und möglicherweise tut das kalifornische Unternehmen alles dafür, damit das auch so bleibt. Das berichtet das Center for Accountability (CfA) unter Berufung auf eine Studie.

Demnach hat Google Millionen von Dollar in wissenschaftliche Studien gesteckt. Der pikante Vorwurf: Mithilfe dieser soll das Unternehmen versucht haben, die öffentliche Meinung gezielt zu beeinflussen.

Denn die von den Autoren der Studie untersuchten akademischen Papers befassten sich mit juristischen und politischen Themen, die allesamt wichtige Interessen von Google berührten. Darunter das Kartellrecht, die Netzneutralität, Suchneutralität, Patente sowie das Urheberrecht.

Ebenfalls auffällig: Google soll seine Finanzierung der Studien nicht immer öffentlich gemacht haben. In zwei Drittel der untersuchten Fälle hätten die jeweiligen Autoren ihre Unterstützung durch das Unternehmen nicht angegeben. Auch wenn Google die Studien direkt finanziert habe, so der Vorwurf, hätten sich darauf in einem Viertel der Fälle keine Hinweise gefunden.

Google bestreitet die Vorwürfe und bezeichnet die kritische Studie als „hochgradig irreführend“. Man finanziere auch wissenschaftliche Studien, die dem Unternehmen nicht genehme Ergebnisse produzierten. Zudem stellte Google seinerseits die Transparenz des CfA in Frage.

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Boris Becker hatte sicherlich schon bessere Zeiten. Der ehemalige Weltklasse-Tennisspieler mit den charakteristischen roten Haaren soll Schulden in Millionehöhe haben.

Dabei hat ihm der Verkauf seiner Homepage borisbecker.com wenig geholfen. Nicht nur, weil das Berliner Startup Sparheld.de sie für gerade einmal 827 Euro kaufen konnte. Auch diese geringe Summe, die Becker kaum groß weitergeholfen hätte, geht offenbar gar nicht an ihn.

Versteigert wurde borisbecker.com von GoDaddy, einem Portal, bei dem Firmen sich passende Domains sichern können. Ob der Verkauf überhaupt etwas mit dem derzeit laufenden Insovlenzverfahren zu tun hat, ist nicht sicher.

Sparheld hat es sich zum Ziel gemacht, seinen Nutzer interessante Schnäppchen-Tipps aufzuzeigen. Nun hat das Startup selbst Schnapp gemacht. Sein Chef legt allerdings Wert auf die Feststellung, die Seite nicht als Investor, sondern als Fan gekauft zu haben. Wenn Becker den Kontakt zu ihm suche, werde er ihm die Seite gerne wieder zurückgeben, erzählte er dem „stern“.

 

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Mark Zuckerberg verfolgt mit Facebook sowie auch sonst nicht nur das schnöde Ziel des Geldverdienens. Nein, er hat eine Vision von einer besseren Welt. Mit besseren Literaturkenntnissen. Und dazu trägt er aktiv bei.

So gibt es nun eine Liste mit 23 Büchern, von denen Zuckerberg glaubt, dass jeder sie gelesen haben sollte. Er selbst hatte sich mal das ehrgeizige Ziel gesetzt, alle zwei Wochen ein Buch zu lesen. Das hat nicht ganz geklappt, aber immerhin 23 hatte er dann doch geschmökert.

In der Liste findet sich alles mögliche. „Wenn Ideen Sex haben: Wie Fortschritt entsteht und Wohlstand vermehrt wird“ von Matt Ridley etwa. Oder, quasi als Gegenprogramm, „Portfolios of the Poor. Howthe world’s poor live on $2 a day“ von Daryl Collins, Jonathan Morduch, Stuart Rutherford und Orlanda Ruthven.

Auch „Weltordnung“ von Henry Kissinger legt Zuckerberg jedem ans Herz. Aber auch die Seele soll nicht zu kurz kommen: „Die Vielfalt religiöser Erfahrung: Eine Studie über die menschliche Natur“ von William James dient bestimmt der Erbauung.

Auch den Blick nach vorn wagt er natürlich. „Dealing with China“ von Henry M. Paulson Jr. bereitet sicherlich auf den erwarteten weiteren Aufstieg Chinas zur Supermacht vor. Mit Romanen hat er es dagegen augenscheinlich nicht so sehr. Schade – „Der kleine Prinz“ von Saint-Exupéry wäre vielleicht auch interessant für ihn gewesen…

 

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Steve Jobs muss man wohl niemandem mehr groß vorstellen. Das 2011 verstorbene Tech-Genie gilt weltweit als Synonym für Innovation und Kreativität. Eine entscheidende Rolle für seine kreative Herangehensweise an technische Probleme hatte möglicherweise viel damit zu tun, dass er als Student einen Kurs besuchte: In Kalligraphie. Das ist in etwa Schönschrift für Fortgeschrittene.

In einer Rede vor Stanford-Absolventen 2005 erinnerte sich Jobs an diesen, wie er sagte, Schlüsselmoment. Damals sei ihm die Bedeutung von serifenloser und serifenbetonter Schrift für sein praktisches Leben zwar noch überhaupt nicht klar gewesen. Doch etwa zehn Jahre später, als er das Design des ersten Macs entwarf, kam ihm die kreative Schulung zugute.

Die Botschaft dieser Episode ist klar: Es sind manchmal Dinge, die man einfach aus Neigung und Interesse macht, die einen später plötzlich an Orte führen, die man sonst nie erreicht hätte.

 

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Impfgegner sind auf dem Vormarsch – nicht zuletzt in Deutschland. Im Nachbarland Frankreich reagiert man jetzt auf diesen Trend. Ab 2018 sollen 8 weitere Impfungen Pflicht sein.

Dabei nimmt man auch in Kauf, die Entscheidungsfreiheit der Eltern für weiter zu beschneiden. Konkret geht es um Masern, Hepatitis B, Grippe, Keuchhusten, Mumps, Röteln, Meningitis C und Pneumonie. Allein durch Masern hat es in Frankreich in den letzten Jahren 10 Tote gegeben.

Um eine Epidemie verhindern zu können, will man eine Impfquote von 95 Prozent erreichen. Derzeit sind es nur 75 Prozent. Die Franzosen gelten als besonders skeptisch, was Impfungen angeht. Laut einer Umfrage sind 41 Prozent von ihnen der Meinung, Impfungen seien nicht sicher. Der weltweite Durchschnitt liegt bei nur 13 Prozent.

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Nudeln machen glücklich? Subjektiv vielleicht ja, aber wissenschaftlich ist das nicht nachzuweisen. Was dagegen soeben wissenschaftlich nachgewiesen wurde: Nudeln fördern das soziale Verhalten.

Das jedenfalls glauben Wissenschaftler, genauer Sozialpsychologen und Mediziner von der Universität Lübeck, in einer neuen Studie belegen zu können. Ihr Ergebnis: Je mehr Kohlehydrate jemand zu sich nimmt, um so schärfer sein Sinn für soziale Gerechtigkeit. Das könnte erklären, warum sich in Bella Italia, dem Heimatland der Spaghetti, so lange eine Kommunistische Partei halten konnte.

Wer dagegen mehr Proteine zu sich nimmt, hat weniger Probleme damit, wenn die soziale Gerechtigkeit verletzt wird. Das wird die Vegetarier zwar nicht freuen, aber sicherlich in ihren Essgewohnheiten bestärken. Ob die Herren Wissenschaftler auch geprüft haben, ob es nicht vielleicht umgekehrt ist und die jeweilige Ernährung von den Vorstellungen zu sozialer Gerechtigkeit abhängen könnte, ist uns nicht bekannt.

 

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