Autonomes Fahren, also Autos, die ohne menschlichen Fahrer über die Straße zischen, sind groß im Kommen. Israelische Forscher haben nun einen Roboter entwickelt, der jedes Auto ohne weitere Umrüstung steuern kann.

Der „Intelligent Vehicle Operator“ (IVO) wurde an der Ben-Gurion-Universität in Negev entwickelt. Der Prototyp erfasst seine Umwelt mit Kameras und Bewegungssensoren – und macht aus jedem beliebigem PKW ein selbstfahrendes Auto.

Die Entwickler verweisen vor allem auf zwei Vorteile: Geringere Kosten und Flexibilität. Die bisherigen Konzepte von Google, Tesla oder Uber basieren darauf, das komplette Fahrzeug in ein selbstfahrendes Auto zu verwandeln. Das neue System dagegen ist kein Umbausatz, sondern ein automomer Fahrroboter. Man kann ihn in jedes beliebige Auto setzen und fahren lassen. Wenn man will, kann man ihn einfach in einem Koffer verstauen – und selber weiterfahren.

Das einzige Problem: Bisher hat IVO wenig Praxiserfahrung. Die Gesetze in Israel sind recht streng, weswegen die Forscher auch schon Feldversuche in China unternommen haben. Ansonsten kennt IVO bisher vor allem den Parkplatz der Uni.

 

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Deine Armut kotzt mich an? Diese Einstellung war einmal – wenn man einer Studie der renommierten London School Of Economics glaubt. Die Forscher kommen zum Ergebnis, dass ein Drittel der Reichen dafür ist, höhere Steuern zu bezahlen. Damit soll die wachsende Kluft zwischen Arm und Reich gestoppt werden.

Die Stichprobe war mit 30 sehr reichen Personen allerdings nicht sehr groß. Die Forscher verweisen jedoch darauf, dass eine andere Studie, die vor etwa einem Jahr in den USA durchgeführt wurde, zu einem ähnlichen Ergebnis kam: Unter den Privilegierten ist demnach die Einsicht auf dem Vormarsch, dass eine höhere Chancegleichheit für alle gut sei.

Ebenfalls vor einem Jahr hatten 50 Millionäre dem New Yorker Gouverneur einen offenen Brief geschrieben. Darin forderten sie eine Steuererhöhung, die der „wachsenden Ungleichheit“ entgegenwirken sollte.

Deutschland weist nach einer DIW-Studie übrigens in der gesamten Eurozone die ungleichste Vermögensverteilung auf. 2007 besaßen demnach 10% zwei Drittel des Gesamtvermögens.

 

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Ein Lautsprecher, den du zusammenfalten und einfach in die Hosentasche stecken kannst? Und wenn du ihn rausholst und an die Wand klebst, dröhnt deine Musik laut durchs Zimmer?

Durchaus denkbar, dass das bald möglich ist. Forscher der Michigan State University haben die dafür notwendige Technologie entwickelt. Mit einem iPad und einem Verstärker können sie Musik in einen beliebigen Gegenstand „laden“ – die dann in Form von Schallwellen abgegeben wird.

Das Gerät, dass das ermöglicht, trägt den komplizierten Namen Ferroelektret-Nanogenerator (FENG). Im Grunde ist die Sache aber ganz einfach: Das kleine Wunderding kann elektrische Energie in mechanische Energie umwandeln – und umgekehrt.

Deswegen kann mit seiner Hilfe nicht nur ein Lautsprecher aus einem Blatt Papier werden – sondern auch ein Mikrofon. In der linken Hosentasche ein Mikro, in der rechten einen Lautsprecher – alles möglich, wenn die Jungs in Michigan weiter dranbleiben.

 

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Schluss mit kostenlos: Ab sofort gibt es keine Gratis-Testphase mehr bei Apple Music. Der Streamingdienst ist für User in der Schweiz, in Spanien und auch in Australien nicht mehr die ersten drei Monate kostenlos. Bisher war das in allen Ländern, in denen Apple Music angeboten wird, üblich.

Die Testphase wird dagegen nicht abgeschafft: Statt gar nichts zahlen User in der Schweiz jetzt beispielsweise etwa einen Franken. In Deutschland bleibt vorerst alles beim alten, wie lange, ist allerdings nicht bekannt.

Denn mit der Abschaffung der kostenlosen Testphase will der US-Technologie-Riese ein Zeichen setzen: Das Produkt Apple Music soll in Zukunft nicht mehr durch Gratisangebote entwertet werden.

Apples wichtigster Musikmanager Jimmy Iovine hatte erst kürzlich erklärt, Plattenfirmen müssten ihre kostenpflichtigen Streamingdienste attraktiver machen. Dazu sei es notwendig, die bisher üblichen Gratisangebote einzuschränken. Zumindest in drei Ländern tut Apple nun genau dies – ein klares Zeichen an die User: Musik gibt es nicht für lau.

 

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