Große Werke werden nicht durch Stärke, sondern durch Beharrlichkeit vollbracht.” (Samuel Johnson, englischer Schriftsteller)

Stark zu sein ist gut. Sehr gut, sogar. Es kann aber eine andere, noch wichtigere Qualität nicht ersetzen: Beharrlich zu sein.

Denn um wirklich großen Erfolg zu erlangen, ist ein langer Atem geradezu Grundvoraussetzung. Stärke ist dabei natürlich vorteilhaft. Denn ganz ohne wird es sicher nichts werden.

Noch wichtiger aber ist es, auch bei Rückschlägen standhaft zu bleiben. Sich von Misserfolgen nicht vom Weg abbringen zu lassen. Kurzum: beharrlich zu bleiben.

Nun magst du vielleicht einwenden: Schön und gut, aber wer zum Teufel ist Samuel Johnson schon? Nun, nur rein zufällig der nach William Shakespeare meistzitierte englische Autor. Stark, oder?

“Investiere niemals in etwas, das isst oder repariert werden muss.” (Billy Rose, US-Manager)

Investieren statt sparen oder spekulieren – das ist klar. Ersteres führt zu Erfolg und Reichtum – die beiden anderen Sachen deutlich seltener.

Die Frage, die bleibt, ist aber: In was? Wo stecke ich mein Geld rein? Nun, Billy Rose, der nicht nur Manager, sondern auch Liedtexter und Impresario war, wusste jedenfalls ganz genau, worin man besser nicht investiert.

Nämlich in Sachen, die unkalkulierbare Risiken mit sich bringen. Lebendige Wesen zum Beispiel, also im Normalfall Tiere. Zu viele Faktoren, die sich nicht berechnen lassen: Steigen die Futterpreise? Oder bleiben sie gleich?

Das gleiche gilt für Dinge, die kaputt gehen können. Wer repariert es? Sind Ersatzteile vorhanden? Unübersichtlichkeit, wohin man blickt. Daher: Finger weg.

Alle entscheidenden Dinge, die ich erreicht habe, waren Dinge, die nach Ansicht der Experten nicht möglich waren.” (Henry Ford, Industrieller)

Wer kennt sie nicht, die Experten? Besonders die, die selber nichts erreicht haben, aber dir lang und breit erklären wollen, warum dein Plan gar nicht funktionieren kann.

Du kannst nur einen entscheidenden Fehler machen: Auf sie zu hören. Klar gibt es Experten, die aus Erfahrung sprechen. Sie sind aber die Ausnahme. Und selbst dann: Mach doch lieber deine eigenen Fehler. Vielleicht bist du ja auch einfach besser als die, die vor dir gescheitert sind.

Gerade bei den großen, entscheidenden Dingen ist es meistens so, dass die Mehrheit der Experten sich vorher einig ist: Das kann niemals klappen. Einfach, weil es noch nie jemand versucht hat. Einfach nicht drauf hören – und den Experten zeigen, wie’s richtig geht.

Trägheit hat im Leben stets daneben gegriffen und wird es auch stets tun. Es liegt in der Natur der Sache, daß sie niemals Erfolg hat.” (Samuel Smiles, schottischer Reformer)

Erfolg kann auf vielen Wegen erreicht werden. Es gibt nicht die eine Lösung, die zu ihm führt. Aber es gibt Wege, die ganz sicher nicht zu ihm führen. Und einer davon ist garantiert die Trägheit.

Es geht nicht darum, sich mehr anzustrengen, als nötig. Im Gegenteil, auch Faulheit kann ein guter Ratgeber sein. Dann nämlich, wenn sie dazu animiert, den einfachsten Weg zum Ziel zu finden.

Trägheit aber treibt nicht an. Sie lähmt. Sie lässt dich Chancen verpassen. Sie macht dich schlapp und lasch. Und das bringt allemal keinen Erfolg.

„Wenn Du nicht bereit bist, eine Aktie für zehn Jahre zu halten, solltest Du auch nicht darüber nachdenken, sie für zehn Minuten zu besitzen. Wenn Du Dir ein Portfolio zusammenstellst, das Aktien von Unternehmen enthält, deren Einnahmen über die Jahre steigen, dann wird auch der Marktwert Deines Portfolios steigen.“ (Warren Buffett, erfolgreichster Investor aller Zeiten)

Langfristig denken – in Verbindung mit der Börse mag das manchem vielleicht widersprüchlich erscheinen. Schließlich sind Aktienkurse alles andere als beständig, oder?

Völlig richtig. Und genau deshalb gilt es, die Nerven zu behalten. Wenn Starinvestor Warren Buffett Aktien kauft, dann tut er das nicht, um einen kurzen Hype mitzunehmen und in 5 Minuten eine Million Rendite zu machen. Er wartet lieber 10 Jahre, um dann eine Milliarde einzustreichen.

Dazu gehört natürlich, sich gründlich über eine Firma zu informieren, bevor du Anteile an ihr erwirbst. Hat sie ein zukunftsfähiges Geschäftsmodell? Ist sie im Vergleich zur Konkurrenz gut aufgestellt? Informationen wie diese sind das wichtigste Kapital – richtig eingesetzt wird der Wert deines Portfolios ins Ungeheure steigen.

“Es gibt tausend Möglichkeiten, Geld loszuwerden, aber nur zwei, es zu erwerben: Entweder wir arbeiten für Geld – oder das Geld arbeitet für uns.” (Bernard Mannes Baruch, Finanzier)

Geld kann arbeiten? Achtung, wichtige Durchsage: Ja, kann es. Und zwar weit effektiver und gewinnbringender als es Menschen jemals könnten.

Von selbst tut es das freilich nicht. Wenn es sich bequem auf einem Bankkonto ausruht, vermehrt es sich kaum. Womöglich nimmt es sogar ab. Darin gleich es dem Menschen: Es muss einen Anreiz bekommen, zu arbeiten.

Im Falle von Geld heißt das: Es muss investiert werden. Am besten in Unternehmen, die Aktien ausgeben. Deren Mitarbeiter und Maschinen arbeiten dann zum Teil für uns – und unser Geld auch.

“Manche betrachten das ständige Auf und Ab an der Börse mit einer Faszination, die sie für einen Fahrstuhl niemals aufbringen würden.” (Erwin Koch, Schweizer Schriftsteller)

Sich vor einen Fahrstuhl zu setzen und ihn dabei zu beobachten, wie er rauf und runter fährt – darauf würde wohl niemand von uns kommen. Mit Sicherheit eine vollkommen sinnlose und langweilige Tätigkeit. Dazu gibt es keine zwei Meinungen.

Wie kommt es dann aber, dass das bei Aktienkursen nicht genauso unstrittig ist? Jeden Tag oder gar mehrmals täglich nach dem aktuellen börsennotierten Wert zu schauen, bringt vieles, aber keine Rendite.

Denn letztlich ist es wie beim Fahrstuhl: Es geht viele Male nach oben und viele Male nach unten. Am Ende zählt aber nur, wo man ankommt – und aussteigt.

Der wahrhaft Erfolgreiche ist kein Erfolgsjäger. Er verwaltet nur seine Talente.” (Emil Oesch, Schriftsteller)

Dem Erfolg wie ein Verrückter nachzujagen kann durchaus spannend sein. Zum Erfolg führt es allerdings eher nicht. Jedenfalls dann nicht, wenn du dir nicht im klaren über deine Stärken, deine Talente bist.

Bist du dir jedoch im Klaren, was dein Talent, deine besondere Fähigkeit ist, dann ist das jagen nicht mehr nötig. Dann genügt es, deine Fertigkeiten ruhig und selbstsicher auszuspielen.

“Verwalten”, wie der Schweizer Schriftsteller Oesch es ausdrückt, klingt vielleicht etwas zu behäbig und bürokratisch. Aber wer sind wir schon, einem Schriftsteller sprachliche Tipps zu geben? Besinnen wir uns lieber auf unser Talent – und haben damit Erfolg.

Die Freude und Fähigkeit, Entscheidungen zu treffen – gepaart mit Flexibilität und Kooperationsfähigkeit – waren immer entscheidende Qualitäten eines erfolgreichen Managers und werden es auch in Zukunft sein.” (Hilmar Kopper, Ex-Vorstandssprecher der Deutschen Bank)

Führungskräfte unterscheiden sich hauptsächlich durch eine wichtige Eigenschaft von anderen: Sie zögern nicht, Entscheidungen zu fällen. Und wenn sie gute Führungskräfte sind, dann liegen sie mit ihren Entscheidungen meistens auch richtig.

Denn zusätzlich zu ihrer Entscheidungsfreude legen sie auch die Fähigkeit an den Tag, flexibel und kooperativ zu agieren. Entscheidungen werden nicht einsam getroffen, sondern sind das Ergebnis von Denk- und Kommunikationsprozessen. Am Ende aber muss Klarheit herrschen.

Zögern und zaudern hilft hingegen meist wenig, wenn es darum geht, Mitarbeiter und ein Unternehmen zu führen. Entscheidungen müssen zum richtigen Zeitpunkt getroffen werden – nicht überstürzt, nicht viel zu früh oder vollkommen nachlässig, viel zu spät.

Wenn A für Erfolg steht, lautet die Formel: A = X + Y + Z. X steht für Arbeit, Y ist Muße und Z heißt Mund halten.” (Albert Einstein, Physiker)

Ein genialer Kopf wie Einstein hat für alles eine Formel. Sogar für den Erfolg. Dem großen Physiker zufolge besteht Erfolg demnach aus Arbeit und Muße.

Soweit, so klar. Die richtige Balance aus Anstrengung und Kraft schöpfen ist als Grundlage des Erfolgs sicher weitgehend unstrittig. Eine dritte Komponente allerdings bringt Einstein noch ins Spiel, die nicht ganz so konsensfähig erscheint.

Mund halten. Damit meint der Erfinder der Relativitätstheorie aber sicherlich kein Duckmäusertum. Sondern eine gewisse Bescheidenheit, frei nach dem Motto: Nicht Worte, sondern Taten sprechen lassen.