„Der durchschnittliche Anleger will nicht hören, ob es ein Bullen- oder ein Bärenmarkt ist. Was er wünscht, ist spezifisch zu hören, welche bestimmte Aktie er zu kaufen oder zu verkaufen hat. Er will etwas für nichts bekommen. Er will keine Arbeit investieren. Er will nicht einmal denken müssen.“ (Jesse L. Livermore, legendärer Trader)

So viel (oder wenig) hält Jesse L. Livermore also vom durchschnittlichen Anleger. Nun, sagen wir es mal so: Der gute Mann kann es sich leisten, eine forsche Meinung zu vertreten. Beziehungsweise konnte.

Er gilt vielen als der erfolgreichste Börsenspekulant aller Zeiten. Während der Börsenzusammenbrüche 1907 und 1929 verdiente und verlor er Vermögen von mehreren Millionen Dollar.

Schon mit 15 Jahren begann er mit dem Traden – und hatte in diesem zarten Alter bereits einen Gewinn von 1.000 Dollar vorzuweisen (umgerechnet in heutige Standards wären das etwa 25.000 Dollar).

„Für augenblicklichen Gewinn verkaufe ich die Zukunft nicht.“ (Werner von Siemens, Industrieller)

Gewinn ist immer etwas Gutes. Das ist so klar wie banal. Allerdings solltest du trotzdem nie den Blick fürs große Ganze verlieren.

Denn ein Gewinn, der gleichzeitig bedeutet, dass es auch dein letzter oder vorletzter gewesen sein könnte, weil der Preis dafür deine eigene Zukunft ist, ist gar kein Gewinn.

Eine langfristige, ausgewogene Strategie wird nicht nur den augenblicklichen Moment, sondern auch den weiteren Verlauf, die Folgen und Konsequenzen im Blick behalten. Und dann entsteht wirklich etwas Großes – wie beim Erfinder und Unternehmer Werner von Siemens.

“Da brauchst du einfach ein größeres Polster als du denkst. ‘ne Million ist gar nichts. Wenn du die auf der Bank liegen lässt, ist die in fünf oder sechs Jahren wieder weg.” (Kollegah, Rapstar)

Du willst es richtig wissen? Willst, dass dein Vermögen lange hält, nicht in ein paar Jahren wieder weg ist? Dann hör dir an, was der Rapper Kollegah zu sagen hat.

Der junge Mann war immerhin schon Millionär, als er noch nicht mal ganz 30 Jahre alt war. Eigenen Angaben zufolge war es im Juli 2014, als sein Kontostand das erste Mal sechs Nullen hinter der ersten Zahl aufwies.

Hier spricht also jemand aus Erfahrung. Lass dich also nicht blenden. Eine Million ist eine schöne Sache. Aber wenn es wirklich was von Dauer sein soll, reicht das noch lange nicht aus. Weitermachen, heißt die Devise.

„Es ist nicht wichtig, ob du richtig oder falsch liegst, sondern wie viel Geld du verdienst, wenn du Recht hast und wie viel du verlierst, wenn du falsch liegst.“ (George Soros, Investorenlegende)

Recht haben ist kein Wert an sich. Es kommt darauf an, womit du recht hast. Und was du damit verdienen kannst.

Denn wenn du dich fünfmal irrst und damit jeweils eine kleine Summe verlierst, aber in einem Fall recht hast und damit ein Vermögen verdienst – dann kannst du guten Gewissens behaupten, alles richtig gemacht zu haben.

Denn Zahlen lügen nicht. Und wenn die am Ende stimmen, hast du insgesamt recht gehabt. Und genau darauf kommt es an.

„Hören Sie die Geschichte einer Aktie, analysieren Sie und kaufen Sie aggressiv, wenn es sich richtig anfühlt.“ (Julian Robertson, Investor)

Analyse und Instinkt – das sind beides wichtige Faktoren, wenn es um Aktien geht. Da kannst du beispielsweise Julian Robertson fragen. Der Mann ist eine absolute Legende auf seinem Gebiet.

2003 hatte er 400 Millionen Dollar – heute sind es 3,4 Milliarden. Klingt nicht schlecht, oder? In Zahlen ausgedrückt: Das ist eine Rendite von 850 Prozent. Kann man mal machen.

Sein Rat zu Aktien ist also wohlfundiert. Und er verweist darauf, dass Analyse und ein gewisser Instinkt bei der Bewertung von Aktien Hand in Hand gehen müssen. Die Aggressivität kommt dann ganz von selbst.

“Bedeutende Erfolge sind auch die Ergebnisse überwundener Krisen.” (Hans Arndt, Architekt)

Jeder Erfolg hat seinen Preis. Je größer der Erfolg, desto größer der Preis, den du dafür bezahlst. Und somit erinnert Hans Arndt zu recht daran, dass es oft krisenhafter Zustände bedarf, die auf dem Weg zum Erfolg überwunden werden wollen.

Den Unterschied zwischen einem erfolgreichen und einem erfolglosen Menschen macht deshalb auch oft die Fähigkeit aus, mit Krisen umzugehen. Hast du die Kraft, die Ausdauer und den Willen, um auch angesichts von Widerständen und Krisen weiter an deinem Ziel festzuhalten?

Das solltest du besser – denn wenn du zu früh aufgibst wird es nichts. Und zu früh heißt immer: Bevor der Erfolg da ist.

„Regel Nummer 1: Verlier niemals Geld. Regel Nummer 2: Vergiss nie Regel Nummer 1.“ (Warren Buffett, Star-Investor)

Wozu die Dinge kompliziert machen? Es kann ganz einfach sein. Das hat die Legende Warren Buffett längst erkannt. Seine beiden Grundregeln versteht nun wirklich jeder.

Und wer sich daran hält, hat kaum eine andere Möglichkeit, als sein Vermögen bis ins Unermessliche zu vergrößern. Es gibt nur einen kleinen Haken: Fast niemand schafft es, sich immer und überall an die Vorgaben zu halten.

Nicht einmal Buffett selbst. Wie der geneigte Fan des vielleicht größten Investors aller Zeiten weiß, hat selbst er schon Geld verloren. Er achtet – mal abgesehen von der eher spaßig gemeinten Regelkunde – nur peinlich genau darauf, stets mehr zu gewinnen als zu verlieren. Und das rechnet sich am Ende natürlich auch.

„Es ist nicht immer einfach zu tun, was nicht angesagt ist, aber genau dort verdient man sein Geld. Kauf Aktien, die für Anleger unattraktiv sind und warte, bis ihr wirklicher Wert erkannt wird.“ (John Neff, Investor)

Gegen den Strom zu schwimmen, ist anstrengend. Aber Anstrengung lohnt sich. Jedenfalls dann, wenn du in die richtige Richtung schwimmst.

An der Börse ist es wie fast überall: Nur weil viele Menschen etwas für gut halten, ist es noch lange nicht gut. Und wer gewisse Trends nicht mitmacht, sondern auf Langfristigkeit setzt, setzt sich durch.

Und wenn du dich wirklich auskennst, bist du sowieso ganz vorne dabei. Dann kaufst du einfach Aktien, von denen du weißt, dass sie Potential haben. Die Masse wird davon nichts mitbekommen, weil sie sich lieber an Hypes dranhängt.

Soll sie ruhig. So übersieht sie die wirklich interessanten Aktien – mit denen du ganz in Ruhe dein Vermögen aufbaust und erweiterst.

„Nicht weil es schwer ist, wagen wir es nicht, sondern weil wir es nicht wagen, ist es schwer.“ (Lucius Annaeus Seneca, römischer Staatsmann)

Wer nicht wagt… du weißt schon. Sagen wir es mal so: Ohne Wagnis ist Erfolg extrem unwahrscheinlich.

Was der römische Philosoph und Staatsmann Seneca dazu bemerkt, ist durchaus beachtenswert. Er erkennt sehr klar: Die Herausforderung ist an sich nicht schwer. Sie wird erst dadurch schwer, dass wir uns nicht trauen.

Ist diese Hemmschwelle erst einmal überwunden, ist es oft überraschend leicht. Weil es eigentlich nur durch unser Zögern schwer wird. Ist doch eigentlich ganz – einfach, genau.