“Das Leben ist kein Spiel. Nur die Stärksten und Aggressivsten werden überleben. Schlafen ist verboten. Wenn Sekunden verloren gehen, verlierst du. Und verlieren ist für Verlierer.” (Sean “Diddy” Combs, HipHop-Mogul)

Sean Combs, besser bekannt als Diddy, ist Geschäftsmann durch und durch. Und als solcher weiß er: Das Ganze ist kein Spiel. Es ist ein gnadenloser Kampf ums Überleben. Durchsetzen wird sich nur der Stärkste.

Das hat Combs, der in Harlem/New York geboren wurde, keineswegs auf der Straße gelernt. Nach der Schule hat er an der privaten Howard University in Washington Wirtschaft studiert. Als Mann der Praxis hielt er sich damit aber nicht länger auf, als nötig.

1993 gründete er seine eigene Plattenfirma, Bad Boy Records. Der Rest ist Geschichte. Im Lauf der Jahre gründete er noch viele weitere Firmen: Eine Modemarke, eine Restaurantkette, eine Wodkamarke. Forbes schätzt sein Vermögen auf umgerechnet rund 800 Millionen Euro. Nein, mit dem Verlieren hat Combs es tatsächlich eher nicht.

“Der Langsamste, der sein Ziel nur nicht aus den Augen verliert, geht noch immer geschwinder, als der ohne Ziel herumirrt.” (Ferdinand de Lesseps, Unternehmer und Diplomat)

Geschwindigkeit ist keine Hexerei. Mehr noch – sie ist nicht immer und unbedingt notwendig. Wer ein klares Ziel vor Augen hat, der kann auch gelassen sein. Hektik und Eile sind ohnehin oft kontraproduktiv.

Besonders dann, wenn Hektik und Eile nicht einmal mit einem bestimmten Ziel verbunden sind. Dann drehst du dich höchstwahrscheinlich nur im Kreis – möglicherweise sehr schnell, aber ohne irgendwo anzukommen. Kurzum: Ohne Erfolg.

Auf Ferdinand de Lesseps trifft dies sicherlich nicht zu. Der französische Unternehmer und Diplomat baute etwa den Suezkanal. Dabei ging er fast Bankrott: Drei Jahre lang musste er einerseits den politischen Widerstand gegen das Projekt seitens Großbritanniens ausräumen, und andererseits die Geschäftswelt zu Investitionen bewegen. Er behielt sein Ziel im Auge – und setzte sich durch.

„Wer nichts verändern will, wird auch das verlieren, was er bewahren möchte.“ (Gustav Heinemann, Ex-Bundespräsident)

Veränderung ist das einzige, was immer konstant bleibt. Wer sich dieser Erkenntnis verweigert und glaubt, einen vorübergehenden Status Quo einfrieren und für immer bewahren zu können, liegt falsch.

Und er liegt nicht nur falsch, wie uns der ehemalige Bundespräsident Gustav Heinemann in Erinnerung ruft. Er wird auch genau das, was er so gerne behalten möchte verlieren.

Deshalb lohnt es sich, stets wach und aufmerksam zu bleiben. Alles ändert sich: Der Markt, die Nachfrage, die Konkurrenz. Darum heißt es, sich niemals auf bereits erreichtem ausruhen und glauben, dass sei es jetzt gewesen. Nur wer immer am Ball bleibt und mit der Welle reitet statt gegen sie, kann überleben und wachsen.

Zu viele Menschen denken an Sicherheit statt an Chancen. Sie scheinen vor dem Leben mehr Angst zu haben als vor dem Tod.”

(James F. Byrnes, ehemaliger US-Außenminister)

Sicherheit über alles? Für den, der Erfolg haben will, kann das nicht die Devise sein. Sicherheit gibt es kurz gesagt nicht. Was es dagegen gibt, sind Chancen.

Natürlich sind Chancen nicht mit Sicherheiten verbunden, etwa mit Erfolgsgarantien. Sondern mit Risiken. Aber nun, so ist das Leben. Davor Angst zu haben, bringt nicht nur nichts – es schadet auch der Erfolgsaussicht, und zwar nachhaltig.

Zu viele Menschen ziehen vermeintliche Sicherheit einer guten Chance vor. Damit ergeben sie sich ihrer Angst vor dem Leben – und vergeben zugleich ihre Chance auf Erfolg. Den Tod zu fürchten ist nicht so schlimm, wie vor dem Leben und seinen Möglichkeiten zu zittern.

Irrtümer werden erst dann zu Fehlern, wenn man sich weigert, sie zu korrigieren.” (John F. Kennedy, 35. US-Präsident)

Ick bin ein Berliner – ja, auch JFK konnte sich irren. Der wohl charismatischste US-Präsident galt als Freund mutiger und entschlossener Entscheidungen. Es liegt in der Natur der Sache, dass so ein Handeln nicht frei von Irrtümern sein kann.

Wie der gute Mann jedoch selbst so richtig anmerkte, ist das nicht weiter schlimm. Solange man mutig und entschlossen genug ist, Irrtümer erstens als solche anzuerkennen und sie zweitens zu korrigieren, ist alles gut.

Fatal wird es erst, wo der Starsinn einen darauf beharren lässt, dass es kein Irrtum gewesen sein kann. Das gilt für JFKs Feld, die Politik, aber genauso für die Welt des Erfolgs.

Chancen multiplizieren sich, wenn man sie ergreift.”

(Sunzi, chinesischer Stratege 500 v.Chr.)

Was für den Krieg oder im Fußball gilt, gilt auch für die Geschäftswelt: Wer Chancen nutzt, bekommt dadurch automatisch mehr Chancen. Wer sie dagegen liegen lässt, vergrößert das Risiko, so schnell keine mehr zu bekommen.

Das wusste schon der chinesische General, Stratege und Philosoph Sunzi. Sein Buch “Die Kunst des Krieges” zählt zu den Klassikern der Weltliteratur. Es gilt als das früheste Buch zum Thema Strategie – und steckt dementsprechend voller erstaunlicher Erkenntnisse.

Strategien braucht jeder – egal, ob er einen Krieg, ein Fußballspiel oder neue Kunden gewinnen will. Es kann sich also durchaus lohnen, den Worten des alten chinesischen Meisters zu folgen. Schließlich war Sunzi als General zu seiner Zeit ausgesprochen erfolgreich.

“Leere Taschen haben noch nie jemanden aufgehalten. Nur leere Köpfe und leere Herzen können das.” (Norman Vincent Peale, US-Pastor)

Es geht nicht darum, wo du herkommst. Die meisten von uns werden nicht mit dem sprichwörtlichen silbernen Löffel im Mund geboren. Es geht aber darum, wo du hinwillst. Und dazu musst du wissen, wie du da hinwillst.

Mit leerem Kopf und Herzen, also ohne Überzeugung, ohne Willenskraft und ohne Strategie, kann nichts klappen. Am Anfang eines großen Erfolgs steht immer eine Leidenschaft, ein unbedingter Wille, eine Vision. Großer Erfolg ist nichts für Kleingläubige, die alles schlechteren.

Dass dieses Zitat nicht von einem Geschäftsmann, sondern von einem Pfarrer stammt, sollte dich dabei nicht beirren. Die Theologie von Norman Vincent Peale war stets auf das Praktische, das Machbare gerichtet, er gilt als einer der prominentesten Vertreter des Positiven Denkens. Wenn das nicht die ideale Vorausssetzung für Erfolg ist – was dann?

“Das Ansehen gebührt dem, der tatsächlich in der Arena steht, dessen Gesicht von Staub, Schweiß und Blut gezeichnet ist und tapfer weiter strebt, der irrt und wieder und wieder fehlt, denn es gibt keine Bemühungen ohne Irrtümer und Schwächen.”  (Theodor Roosevelt, 26. Präsident der USA)

Auch wenn Theodor Roosevelt Politiker und kein Geschäftsmann war, verstand er doch eine ganze Menge von Erfolg. 1901 wurde er als bisher jüngster Amtsinhaber zum US-Präsidenten gewählt – mit 42 Jahren.

Es ist klar, dass er das nur geschafft hat, weil sein Gesicht, wie er selbst es so schön ausdrückt, von Staub, Schweiß und Blut gezeichnet war. Von Irrtümern und Schwächen war er keineswegs frei – dennoch ließ er sich nicht darin beirren, weiter tapfer zu streben.

Und das Ansehen blieb ihm nicht verwehrt. Er war bei der Bevölkerung extrem beliebt – und führte die USA zur internationalen Weltmacht.

“Was du glaubst, wirst du. Was du fühlst, ziehst du an. Was du dir vorstellst, erschaffst du.” (Buddha, Erleuchteter)

Viele mögen Buddhismus nur mit eher fragwürdig duftenden Räucherstäbchen oder veganer Schonkost in Verbindung bringen. Doch weit gefehlt. Der gute Siddhartha Gautama, besser bekannt als Buddha, war keineswegs ein harmloser Öko mit Flausen im Kopf.

Seine Philosophie lässt sich auch bestens auf das Geschäftsleben anwenden. Das wissen heute längst nicht mehr nur die Asiaten. Seine Lehre stellt Glauben, Gefühl und Vorstellungskraft in den Vordergrund – richtig genutzt sind das wichtige Grundvoraussetzungen für echten Erfolg.

Denn ohne den Glauben an Erfolg gibt es keinen. Ohne das richtige Gefühl oder neudeutsch Feeling erst recht nicht. Und wenn du dir nicht vorstellen kannst, etwas Großes zu schaffen, dann wirst du es auch nicht hinkriegen. In diesem Sinne: Om.

“Der Grund dafür, dass viele Menschen aufgeben, ist, dass sie dazu neigen, darauf zu schauen, wie weit sie noch gehen müssen. Anstatt darauf zu schauen, wie weit sie schon gekommen sind.” (Anonym)

Aufgeben? Keine Option. Und solange du den richtigen Blickwinkel beibehältst, auch überhaupt kein Thema.

Denn, wie der unbekannte Sprücheklopfer so richtig feststellt, es lohnt sich, das bisher Erreichte immer wieder vor Augen zu führen. Viel eher jedenfalls, als daran zu denken, was noch alles vor dir liegt.

Sich auf vergangenen Erfolgen auszuruhen, ist natürlich verboten. Aber sie als Ansporn für weitere, noch größere Erfolge zu nutzen, ist definitiv erlaubt. Sogar empfohlen.