Vertrauen ist das A und O in der Finanzbranche. Deshalb haben wir von floribus gemeinsam mit anderen Fintechs eine Stellungnahme veröffentlicht, in der wir die PR-Aktion von Savedroid scharf zurückweisen. Es ist uns völlig unverständlich und wir sind entsetzt, wie man Kunden, Partner, Regulatoren und die Öffentlichkeit durch PR-Aktionen in die Irre führen kann, die mit diesem Vertrauen spielen.

Der Hintergrund ist folgender: Das Unternehmen Savedroid hatte bei einem virtuellen Börsengang, einem sogenannten Initial Coin Offering (IOC), 40 Millionen Euro von 35.000 Investoren eingesammelt. Soweit, so gut. Am letzten Dienstag dann der Schock. Auf der Internetseite des unternehmens und über den Twitter-Account wurde der Eindruck erweckt, Savedroid-Gründer Yassin Hankir habe sich mit dem Geld der Investoren ins Ausland abgesetzt.

Alles nur Promo: 24 Stunden später löste Hankir das Ganze als PR-Gag auf. Er habe aber nicht mit dem Vertrauen der Investoren spielen wollen. Vielmehr habe er darauf hinweisen wollen, wieviel Betrug im Bereich der IOCs geschehe.

Aus unserer Sicht eine fahrlässige und unnötige Aktion, die allein dazu diente, Aufmerksamkeit zu erzeugen. Dass dabei das Vertrauen in die gesamte Branche in Mitleidenschaft gezogen wird, scheint Hankir völlig egal zu sein. Daher distanzieren wir uns in aller Form von so einem unseriösen Vorgehen.

Der offene Brief kann hier nachgelesen werden.

Jeremy Grantham ist nicht irgendwer. Der Starinvestor darf mit einigem Recht als Legende bezeichnet werden. Und die Legende schickt eine Warnung an alle in die Welt.

Grantham sieht alle Anzeichen für einen erneuten Börsencrash gegeben. Sorgen machen ihm dabei vor allem die rasanten Wertentwicklungen an der Börse. Gehe es so steil weiter, sei der Fall unausweichlich, so Grantham.

Diesen Schluss zieht er aus den Erfahrungen mit den letzten Crashs, 2000 und 2008. Damals habe man nämlich exakt die selben prozentualen Steigerungen gehabt. Beide Crashs hatte Grantham übrigens zutreffend vorhergesagt.

Eine Legende wäre aber keine Legende, wenn sie nicht auch ein paar Tipps für den Ernstfall parat hätte. So rät Grantham Investoren, vor allem in Schwellenländern zu investieren. Zudem solle man sich darauf vorbereiten, sein Aktienengagement so weit wie möglich zu reduzieren.

 

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Das deutsch-chinesische Start-Up Byton stellt ein radikales Projekt vor: Einen Elektro-SUV, der mit großem Display, Gesichtserkennung und Gesten- sowie Sprachsteuerung ausgestattet sein soll – und trotzdem nur schlanke 38.000 Euro kostet.

Das ist erstaunlich, wenn man bedenkt, wie innovativ der für 2019 (China) bzw. 2020 (USA und Europa) angedachten SUV daherkommen soll. So soll es keine Türgriffe mehr geben – stattdessen öffnet sich das Fahrzeug über Gesichtserkennung.

Auch Außenspiegel fehlen – an deren Stelle gibt es Kameras. Hebel, Schalter oder Knöpfe? Sucht man ebenfalls vergeblich. Bedienelemente wie Scheibenwischer, Blinker oder Licht werden über das große Display in der Mitte des Lenkrads gesteuert.

Erklärtes ziel: Alle Schnittstellen zwischen digitalem Leben des Fahrers und dem Auto “ausradieren”. “Das Auto wird so nahtlos in den digitalen Alltag der Kunden integriert wie ihr Smartphone”, sagt Byron-Gründer Carsten Breitfeld der WirtschaftsWoche.

 

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Schlechte Nachrichten für alle Bankangestellten: Die Deutschen, ansonsten gerne auch mal sehr skeptisch, was neue Technologien angeht, haben großes Vertrauen in Künstliche Intelligenz. Mehr sogar als in Menschen, wie eine Untersuchung des Digitalverbands Bitkom ergibt.

Sechzig Prozent würden demnach in gewissen Situationen eher auf KI als den Homo sapiens vertrauen. Zum Beispiel, und da kommen unsere Bankangestellten wieder ins Spiel, bei Bankgeschäften.

Bei der Beantragung eines Kredits würden beispielsweise immerhin 15 Prozent es bevorzugen, wenn eine KI die Entscheidung trifft. 29 Prozent allerdings lehnen es ab – es gibt also doch noch etwas Hoffnung für menschliche Mitarbeiter.

Erwartbarerweise sind die Älteren doch etwas skeptischer: Bei den über 65jährigen ist eine Mehrheit von 56 Prozent kategorisch gegen Entscheidungen, die von KI getroffen werden.

 

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Stöhnen und meckern über die Deutsche Bahn gehört zu Deutschland wie Leserbriefe und Falschparker. Da kommt es doch gerade recht, dass nun auch ein Schweizer den Eindruck bestätigt, den ohnehin jeder Zweite hat: Die Bahn kommt – nicht.
Und beileibe nicht irgendein Schweizer. Nein, Walter von Adrian ist Chefredakteur der Eisenbahn-Revue. Dem Deutschlandfunk erklärt er, die Deutsche Bahn sei in schlechter Verfassung, oder, wie er es genau ausdrückt, “in einer nicht sehr guten”.
Die Gründe sieht von Adrian vor allem daran, dass man die Neuorganisation des Eisenbahnwesens in Europa schlecht (“nicht so sehr gut”) verdaut habe. “Die Aufteilung in Netz und Betrieb führt zu gegenläufigen Interessen im Unternehmen und zu finanziellen Konflikten auch zwischen den Interessen der einzelnen Gesellschaften”.
Ergebnis: Das ganze System sei gar nicht mehr nur auf den Kunden ausgerichtet. Davon können alle, die schon mal ein paar Stunden in einem defekten Zug saßen und außer Durchhalteparolen via Lautsprecher nicht viel bekamen, ein Lied singen…

 

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Spotify und Deezer sind nicht gut auf Apple zu sprechen. In einem Brief an die Europäische Kommission beschweren sie sich, dass US-Unternehmen wie Apple und auch Amazon ihre Marktposition ausnutzen würden.

Der Grund: Wenn Nutzer von Spotify oder Deezer über iOS ein Abo abschließen wollen, gehen 30 Prozent der Einnahmen an Apple.

Damit hätte Apple einen klaren Wettbewerbsvorteil – denn der eigene Streamingdienst wird zum selben Preis betrieben wie Spotify – an sich selbst muss Apple aber natürlich keine Provision bezahlen.

 

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Und plötzlich ist das Handy aus. Dabei hatte man gerade noch über 20 Prozent. So etwas kommt gelegentlich vor. Und es kann Ängste auslösen, die geradezu traumatische Ausmaßen annehmen – das zeigt eine Untersuchung des Mobilfunkanbieter O2.

Demnach hat jeder Vierte Handynutzer in Großbritannien panische Angst davor, dass sein Akku plötzlich leer sein könnte. Befragt wurden 2.000 Smartphone-Besitzer.

Rechnet man die Zahlen hoch, so leiden über 15 Millionen britischer Bürger täglich unter Angstzuständen, weil sie fürchten, ihr Telefon könnte sich von jetzt auf gleich verabschieden. Kein Wunder, dass 40 Prozent aller Befragten immer ein tragbares Ladegerät bei sich führen.

Experten glauben allerdings, dass die Ängste bald geheilt sein könnten: In naher Zukunft soll es dank allgegenwärtiger Netzwerke, massiver Verarbeitungsfähigkeit sowie effektiver Anzeigefächen bald keinen Grund mehr zur Sorge geben.

 

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Der Bitcoin ist derzeit täglich in den Schlagzeilen. Mal bringt er das Ende der Welt, mal rettet er sie. So weit, so bekannt. Was allerdings laut einem Bericht der Krypta-Plattform BitInfo wirklich problematisch ist: Die extrem ungleiche Verteilung.

Denn eine Gruppe von 112 Investoren hat etwa 20 Prozent aller Bitcoins in ihrem Besitz. Davon wiederum besitzen zehn Milliardäre mindestens 66.000 Bitcoins. Möglicherweise ist die Konzentration sogar noch höher – schließlich könnten einige Investoren auch mehrere Börsen angemeldet haben.

Na und? Sollen sie doch, mag man darauf erwidern. Allerdings: Diese Konstellation macht das virtuelle Geld extrem anfällig für Manipulationen. Diese kleine Gruppe kann etwa durch einen gemeinsamen Verkauf einen starken Kursabfall des Bitcoin auslösen.

Und das funktioniert auch umgekehrt: Die Gruppe könnte den Kurs auch künstlich in die Höhe treiben. Allerdings müssten sie sich in beiden Fällen koordinieren – was Experten für eher unwahrscheinlich halten.

 

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Jean-Claude Trichet war früher selbst Chef der Europäischen Zentralbank. Inzwischen kommentiert er die Vorgehensweise der EZB nur noch als Beobachter. Und die aktuelle Vorgehensweise des Instituts findet er richtig.

So lobt er gegenüber der dpa die Entscheidung, ab Januar 2018 mit dem Tapering, also dem Eindämmen der Geldflut, zu beginnen. Diese sei wichtig und markiere den Beginn der Normalisierung.

Im Herbst hatte die Notenbank beschlossen, ihre Wertpapierkäufe zwar bis Ende September 2018 fortzusetzen, allerdings das Volumen ab Januar zu halbieren. Bis Ende des Kaufprogramms bleibt der Leitzins weiter bei seinem Rekordtief von null Prozent.

 

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Ein japanisches Start-Up will hoch hinaus: 90 Millionen Dollar hat ispace bereits gesammelt. Der Zweck der Finanzierungsrunde: Kommerzielle Raumfahrt. Bedeutet im Klartext: Ein Transportdienst zum Mond.

Dazu soll es bis 2020 erstmal zwei Erkundungsmissionen geben. Das Geld soll vor allem dazu dienen, ein Landungsfahrzeug zu entwickeln. Das soll letztlich in der Lage sein, für zahlende Kunden vom Mond und zum Mond zu liefern.

Eine Mondpost also? Warum denn das? Nun, ispace geht davon aus, dass der Mond bis 2040 von mindestens 1.000 Menschen besiedelt sein wird. Erde und Mond würden ein gemeinsames Ökosystem werden.

Bis dahin ist freilich noch etwas Zeit. Aber wenn es mal soweit ist, soll es am Transportdienst jedenfalls nicht fehlen.

 

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