Die Welt ist reich an technischen Innovationen – wobei nicht alle auf den ersten Blick sinnvoll erscheinen. Aber das weiß man vorher letztlich nie… Vielleicht übersieht man ja den entscheidenden Vorteil.

So wird es nun anscheinend bald möglich sein, das Smartphone mit der Nase zu bedienen. Ja, genau. Mit der Nase. Beziehungsweise durch Interaktion mit derselben: Durch Rubbeln, Schnippen und Drücken am sonst eher zum Riechen und Schmecken oder Brilletragen auserkorenen Körperteil bedient man sein Telefon.

Itchy Nose nennt sich das Projekt, das von Forschern entwickelt wurde. Das Gerät erkennt Gesten – einen unerwünschten Anruf kann man beispielsweise mit einem Rubbeln unter der Nase ablehnen.

Der tiefere Sinn dahinter? Die Forscher meinen, dass es so möglich sein könnte, sein Smartphone unauffälliger zu bedienen. Beispielsweise im Meeting oder bei einem ernsten Vier-Augen-Gespräch mit der Liebsten. Ob Nasekratzen nun tatsächlich als höflicher empfunden wird als ein kurzer Blick aufs Smartphone ist sicher vom jeweiligen Gesprächspartner abhängig…

 

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Vieles, was uns heutzutage selbstverständlich erscheint, basiert auf einem einzigen Rohstoff: Erdöl. Doch auch das Schwarze Gold ist nicht in unendlicher Menge vorhanden. Zudem ist seine Verarbeitung mit hohen Co2-Emmissionen verbunden. Die Chemieindustrie ist aus beiden Gründen auf der Suche nach Alternativen.

Dabei wird sie oft im Bereich natürlich nachwachsender Rohstoffe fündig. So wird etwa bei der Herstellung von Papier aus Holz
ein Abfallprodukt erzeugt, das sehr interessante Verwendungsmöglichkeiten bietet: Lignin. Es kann zu Klebstoff verarbeitet werden, der im Flugzeugs- und Bootsbau zum Einsatz kommt, als Duftstoff verwendet werden oder bei der Herstellung des Kunststoffes Polyamid eingesetzt werden.

Auch weitere Abfallprodukte eignen sich, darunter Weizenkleie, die etwa im Bundesland Bayern zu mehreren Hunderttausend Tonnen im Jahr anfälllt. Diese kann durch Fermentationsverfahren zu Öl für Schmiermittel, Grundstoff für Medikamente, Farbstoff oder Kunststoffvorstufe für den 3D-Druck verarbeitet werden. Ähnliches gilt für Krabben- und Krebsschalen.

 

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3D-Drucker machen vieles einfacher, schneller und effektiver – bergen aber auch Gefahren. Besonders, wenn sie in kritischen Bereichen wie der Infrastruktur von Krankenhäusern oder in der Luft- und Automobilindustrie eingesetzt werden.

Dann nämlich können Hacker relativ leicht relativ großen Schaden anrichten. Durch die Manipulation von gedruckten Teilen können sie Defekte in den Endprodukten hervorrufen, die von außen nicht sichtbar sind. Die Folgen wären natürlich fatal.

Forscher von der Rutgers Universität und vom Georgia Institut für Technologie wollen die empfindlichen Geräte daher besser vor Cyber-Attacken schützen. Sie schlagen vor, sich auf die physikalischen Aspekte des 3D-Drucks zu konzentrieren. Mithilfe von Sensoren und Mikrofonen soll kontrolliert werden, ob sich der Drucker beim Produzieren genau an die Designvorgabe hält.

Außerdem können in das Druckmaterial Nanoprartikel aus Gold eingelassen werden. Diese dienen quasi als Kontrastmittel und können helfen, durch Scannen mögliche Fehler zu finden.

 

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Online-Werbung kann oft nervig sein – oder die eigene Intelligenz beleidigen, etwa durch sensationelle Versprechungen, die auf ausgesprochen unwahrscheinlichen Zufällen beruhen sollen. Dagegen geht nun niemand anderes als der Internetriese Google vor – zunächst mit einer Warnung.

Diese verschickte das Unternehmen an etwa 1.000 Publisher, die auf ihren Seiten „hochgradig nervende, irreführende oder schädliche“ Online-Anzeigen verbreiten. Betroffen waren unter anderem Forbes, The Independent, der Chicago Tribune oder die Washington Times – alles andere als kleine Fische.

Ausschlaggebend für die Beantstandung waren die Kriterien der Better Ads-Kampagne. Diese sehen vor, dass etwa auf das Herunterzählen von Countdowns bei Pop-Ups verzichtet werden soll und Mobile Ads nicht mehr als ein Drittel des Bildschirms verdecken dürfen.

Konkrete Sanktionen plant Google zwar zumindest vorerst nicht – obwohl das kalifornische Unternehmen als größte Suchmaschine der Welt erhebliche Druckmittel hätte. Stattdessen soll der hauseigene Browser Google Chrome bald bestimmte Formen der Anzeigen automatisch unterdrücken. Better Ads verhandelt derzeit auch mit anderen Browser-Anbietern über derartige Filter.

 

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Apple, Amazon oder Facebook sind für ihre Steuertricks berühmt. Die Europäische Union möchte diesen aber zukünftig einen Riegel vorschieben. Eine Gruppe von zehn Mitgliedsstaaten, angeführt von Deutschland und Frankreich, hat sich nun überlegt, wie das in der Praxis aussehen könnte.

Bisher leiten die besagten Konzerne ihre im EU-Raum erzielten Gewinne gerne nach Irland oder Luxemburg um. Der Grund: Dort sind nur sehr niedrige Steuersätze fällig.

Ein mögliches Rezept dagegen: Statt der Gewinne könnten künftig die Umsätze stärker besteuert werden. Ein anderes, das von Estland favorisiert wird: Online-Firmen sollen nicht an ihrem physischen Sitz, sondern an ihrem digitalen besteuert werden.

Ende diesen Monats sollen die Vorschläge auf einem Digitalgipfel diskutiert werden. Spätestens nächsten Frühling soll es dann einen konkreten Gesetzesvorschlag an die EU-Kommission geben.

 

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Amazon hat mit seiner Übernahme der Biomarktkette Whole Foods die Karten auf dem US-Lebensmittelmarkt neu gemischt. Der Handelskonzern Walmart möchte das nicht kampflos hinnehmen. Gemeinsam mit Google will man gegen den Internetriesen bestehen.

Bereits diesen Monat ist die Zusammenarbeit, die Ende August angekündigt wurde, wirksam. Im Rahmen dieser soll unter anderem der Smartlautsprecher Google Home eingesetzt werden, mit dem Walmart-Kunden per Sprachbefehl Waren bestellen können.

Auch den Lieferdienst übernimmt Google. Ab nächstem Jahr will man sogar frische Lebensmittel anbieten. Wahlweise können Kunden diese auch selbst in einer nahegelegenen Walmart-Filiale abholen – gegen Preisnachlass.

Damit ist der nächste Schritt hin zur Lieferung von Lebensmitteln per Internetbestellung getan. Bisher spielte E-Commerce keine große Rolle – das ändert sich nun schneller als die meisten angenommen hatten.

 

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Wer kennt das Problem nicht? Mehr Geld als man ausgeben kann. Spaß beiseite – einige US-Unternehmen haben tatsächlich so viele Reserven an Bargeld, dass einem schwindelig werden kann.

Allen voran – Überraschung – Apple. Der Smartphone- und Computerhersteller hat an die 260 Milliarden Dollar auf der hohen Kante. Innovation zahlt sich eben aus. Etwa die Hälfte hat dagegen der schärfste Konkurrent zur Verfügung: Microsoft verfügt über circa 133 Milliarden Dollar.

Gut im Rennen ist auch die Google-Mutter Alphabet. Knapp 95 Milliarden liegen hier auf Bargeldkonten. Dass man auch mit Klassikern wie Erfrischungsgetränken einen Menge Geld verdienen kann, beweist indes Coca Cola. Die Mutter aller Brausen hat immerhin gut 27 Milliarden an Bargeld flüssig.

Alle Angaben stammen von der Bank of America (Stand Juni 2017)

 

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Amazon ist nicht gerade dafür bekannt, sein Geschäftsfeld eng abzugrenzen. Im Gegenteil, der US-Konzern, der einst als Buchversand angefangen hat, hat mittlerweile in zahllosen Branchen Fuß fassen können – und stellt ehemalige Marktführer oft vor ernste Probleme.

Nun hat man sich einem Bericht zufolge einen neuen Markt ausgesucht, auf dem man angreifen will. Offenbar plant man, den deutsch-holländischen Medikamenten-Versand Shop Apotheke zu übernehmen. Dieser bietet vor allem nicht rezeptpflichtige Arzneimittel sowie Pflegeprodukte an.

Weder Amazon noch Shop Apotheke haben zu diesen Gerüchten bisher Stellung bezogen. Die Aktienmärkte reagierten trotzdem euphorisch: Das Papier von Shop Apotheke schoss um 25 Prozent in die Höhe.

 

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Angesichts der anhalten Niedrigzinspolitik der europäischen Zentralbank müssen sich Geschäftsbanken neue Wege ausdenken, ihr Geld zu vermehren. Dabei versuchen einige, den Weg des vermeintlich geringsten Widerstands zu gehen – und direkt bei den eigenen Kunden mehr zu holen. Dieser Versuch wurde nun allerdings erneut von einem Gericht gestoppt.

So sah es der Bundesgerichtshof in Karlsruhe als unzulässig an, dass die Sparkasse Freiburg von ihren Kunden für bestimmte Leistungen Gebühren verlangte. Geklagt gegen die zusätzlichen Kosten hatte ein Verbraucherschutzverein.

Unter anderem wollte die betreffende Sparkasse für die Aussetzung und Löschung eines Dauerauftrags zwei Euro. Die Führung eines Pfändungsschutzkontos schlug mit monatlich sieben Euro zu Buche.

Das Gericht stellte fest, Banken müssten ihre Preise an den tatsächlich für die Leistung anfallenden Kosten orientieren. In den vorliegenden Fällen sah man das jedoch nicht als gegeben an.

 

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Die Kryptowährung Bitcoin hat eine fast beispiellose Berg-und-Talfahrt hinter sich. Von einem, der sich von Berufs wegen mit Geld auskennen sollte, kommt nun scharfe Kritik. Der Chef der US-Bank JP Morgan prognostiziert Bitcoin ein jähes Ende.

Die digitale Währung werde nicht funktionieren, sagte Jamie Dimon bei einer Rede vor Investoren. Sie sei praktisch aus dem Nichts entstanden. Käufern der Krpytowährung sagte er große Verluste vorher.

Und er ging noch einen Schritt weiter: Mitarbeiter, die mit Bitcoin handelten, würde er umgehend feuern, versicherte Dimon. Dieser verstoße nämlich nicht nur gegen die Regeln von JP Morgan, sondern sei offensichtlich auch dumm.

 

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