BMW ist laut einer Studie von Earnest & Young der profitabelste Autobauer – und das weltweit. Im ersten Halbjahr erzielte das Münchner Unternehmen mit 5,5 Milliarden Euro Gewinn mit 49 Milliarden Umsatz.

Das entspricht einer Marge von 11,3 Prozent. Daimler schafft hingegen nur 9,7 Prozent – und muss sich mit dem dritten Platz begnügen. Noch vor den Stuttgartern schaffen es die Japaner von Suzuki, die auf 10,3 Prozent kommen.

Der krisengeschüttelte Volkswagen-Konzern kommt nur auf Platz 5 – mit 7,7 Prozent. Mit 8,9 Milliarden Euro erzielt man im ersten Halbjahr 2017 aber den höchsten Gewinn aller Autokonzerne weltweit.

Allerdings: Nur am Autogeschäft gemessen ist Daimler profitabler als die Konkurrenz aus München. In diesem Sonderranking belegen BMW den zweiten und VW den dritten Platz – die drei deutschen Hersteller sind in diesem Bereich also profitabler als die gesamte weltweite Konkurrenz.

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Estland könnte der weltweit erste Staat sein, der eine eigene Kryptowährung einführt. Noch ist der Estcoin, wie das gute Stück heißen soll, nur eine Idee. Aber eine mit Zukunft: Mit der Einführung könnte die Digitalisierung des kleinen baltischen Landes vorangetrieben werden.

Die Idee zu Estcoin stammt vom Chef des eResidency-Programms. Dieses macht es Ausländern möglich, von der digitalen Infrastruktur von Estland zu profitieren. Sein Chef Kasper Korjus möchte die Kryptowährung dazu nutzen, genau das voranzutreiben.

Das durch Estcoins eingesammelte Geld soll in einen speziellen staatlichen Investmentfonds kommen. Es könnte dann der Erweiterung der digitalen Infrastruktur zu Gute kommen. Zum Beispiel in Form von Investitionen in neue Technologien und Innovationen für den öffentlichen Sektor.

 

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Reif für die Insel? Sowieso – aber wenn’s geht, dann bitteschön gleich die eigene. Ein exklusives Stückchen Land, mitten im Ozean – das klingt nach Luxus. Und nach Geld. Viel Geld sogar.

Doch gar so tief muss man gar nicht in die Tasche greifen, um sich den Traum von einer eigenen Insel zu verwirklichen. Der Hamburger Unternehmer Farhad Vladi etwa ist schon seit über 40 Jahren als Makler tätig – und vermittelt über „Vladi Island“ ausschließlich Inseln.

Natürlich sind zahlreiche Großverdiener unter seinen Kunden. Aber auch für einen relativ schmalen Taler kann der Traum von Idylle und Alltagsferne in die Tat umgesetzt werden. Für weniger als 100.000 Dollar bekommt schon eine kleine Küsteninsel in Norwegen.

Gut, wer Sonne bevorzugt und eine Nicht-Regen-Garantie besser findet, muss schon ein bisschen mehr hinlangen. Zwei kleine Inseln auf den Bahamas kosten etwa 450.000 Dollar.

 

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Vitamin B ist in seiner Wirkung kaum zu überschätzen. Wenn es um Jobs geht, ist es sicherlich sehr gesund, über genug davon zu verfügen. Denn eine Studie zeigt: Jede dritte Neueinstellungen wird nicht über Anzeigen oder Agenturen vermittelt, sondern kommt durch persönliche Kontakte zustande.

Das hat das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) aus Nürnberg herausgefunden. Bei kleineren Betrieben beträgt der Anteil demnach sogar 47 Prozent. Fast jeder zweite Job wird hier also „unter Freunden“ vergeben.

Den Gang zum Arbeitsamt oder das Beantworten von Stellenausschreibungen kann man sich demnach fast schon sparen. Nur zehn Prozent der Jobs wurden über Ausschreibungen auf der eigenen Homepage vergeben, weitere zehn Prozent über Stellenangebote in Zeitungen. Die Bundesagentur-eigene Jobbörse sorgte lediglich bei 5 Prozent für die Neueinstellung.

 

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Die US-Notenbank hat Hoffnungen auf eine Erhöhung des Leitzinses erneut enttäuscht. Die Chefs der Bank sind sich über den weiteren Zinskurs uneins. Der Chef des Bezirks Dallas plädiert weiterhin für ein vorsichtiges Vorgehen.

Die auch als Fed bekannte Notenbank hatte zuletzt im Juni eine leichte Anhebung des Leitzinses auf 1 bis 1,25 Prozent verkündet. Eine weitere Erhöhung wurde noch für Jahr in Aussicht gestellt. Innerhalb der Bank gibt es aber unterschiedliche Auffassungen über den richtigen Zeitpunkt dafür.

Durchgesetzt haben sich zumindest vorerst aber die Gegner einer weiteren Anhebung. Darunter auch der Chef des Bezirks Dallas, Robert Kaplan. Dieser mahnte zur Geduld. Bevor es keine Erhöhung der Inflation gebe, werde auch der Zinssatz nicht erhöht, stellte er klar.

 

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In Zeiten von Niedrigzinsen gibt es verschiedene Wege, aus seinem Geld mehr Geld zu machen. Einer ist der Immobilienmarkt. Dem kommen die niedrigen Zinsen nicht nur direkt zugute, nämlich in Form von höherer Bautätigkeit. Auch die Tatsache, dass viele Sparer auf der Flucht vor niedrigen Zinsen in den Markt drängen, sorgt für Boomstimmung.

Mieten und Preise steigen daher schnell – doch die Party könnte laut Experten schon bald wieder vorbei sein. Ob der Wert einer Immobilie in Zukunft fallen oder steigen wird, hängt allerdings sehr von der Region ab, in der sie sich befindet. Experten raten daher dazu, sich die Entwicklungen ganz genau anzuschauen.

So droht vor allem in ländlichen Gebieten, außerhalb der Metropolregionen, eine Blase. Immer mehr Menschen ziehen dort weg – die Folge sind fallende Preise. Diese Entwicklung wird derzeit noch durch den erhöhten Zuzug von Immigranten aus dem Ausland gebremst – sollte dieser sich aber abschwächen, könnte das Problem voll durchschlagen.

Grundsätzlich gilt also: Vor dem Kauf einer Immobilie, die nicht allein als Wohn-, sondern auch als Wertobjekt gedacht ist, sollte man sich sehr genau über die zu erwartende Bevölkerungsentwicklung in der dortigen Region informieren. Sonst drohen erhebliche Wertverluste.

 

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Zinsen? Von der Bank? Kannst du auf absehbare Zeit vergessen. Also müssen andere Wege beschritten werden, um aus totem Kapital, das nur auf der Bank herumliegt wie ein gestrandeter Wal am Strand, wieder lebendiges zu machen. Eine Möglichkeit, neben dem Aktienmarkt, sind sogenannte Private Equity Firmen, also Beteiligungsunternehmen.

Das Geschäftsmodell ist dynamisch und flexibel: Die Firmen beteiligen sich an Unternehmen, führen diese dadurch möglichst zum Erfolg und stoßen dann im richtigen Moment die Beteiligungen wieder ab – im besten Fall mit hohen Gewinnen.

Das klingt erstmal nach einer Win-Win-Situation – Experten sehen allerdings auch Risiken. Manche befürchten etwa eine Blase, die irgendwann platzen könnte. Der Umstand, dass Private Equity Firmen weltweit über sehr viel Kapital verfügen – laut dem Analysten Preqin sind es über 600 Milliarden Dollar – treibt die Preise in die Höhe. Beschleunigt wird alles durch den Konkurrenzdruck: Kaufst du jetzt nicht, musst du später noch mehr bezahlen – Überhitzung nicht ausgeschlossen.

Ein guter Tipp: Interessierte sollten auf Firmen setzen, die sich auf kleinere und mittlere Unternehmen konzentrieren. Der Grund: Weniger Überhitzungsgefahr.

 

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Google ist längst mehr als nur die größte Suchmaschine der Welt. So bietet der Internetriese seit geraumer Zeit auch ein eigenes Betriebssystem an. Das heißt so, wie der Google-Browser, nämlich Chrome OS.

Arg doll läuft es bisher allerdings nicht. Gegen Windows beziehungsweise iOS hat man bisher kaum Chancen. Mit einem neuen Abomodell will man nun aber immerhin bei Firmen einen Fuß in die Tür bekommen. Das Modell nennt sich Chrome Enterprise.

Für 50 Dillar im Jahr bekommt der Nutzer weitere Funktionen, die den Einsatz von Chromebooks in IT-Abteilungen von Unternehmen erstrebenswerter machen sollen. Zum Beispiel eine integrierte Druckerverwaltung und manuell verwahltbare Systemupdates.

Das herkömmliche Chrome OS hingegen ist nur für Nutzer sinnvoll, die ausschließlich Google-Dienste nutzen. In Firmen reicht das normalerweise nicht aus.

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Gut laufende Börsen, stabile Konjunktur. Da könnte man sich eigentlich zufrieden zurücklehnen. Könnte – wären da nicht Bedenkenträger, die vor einer neuen Finanzkrise warnen.

Und das sind nicht irgendwelche notorischen Berufsskeptiker. Sondern immerhin die Elite der Wirtschaftsforschung. Gleich 18 Wirtschaftsnobelpreisträger weilten nämlich kürzlich im schönen Lindau am Bodensee. Die „Welt“ befragte sie dort zur aktuellen Situation. Vor dem Hintergrund, dass die US-Notenbank-Präsidentin Janet Yellen vollmundig erklärt hatte, zu unseren Lebzeiten würden wir keine Finanzkrise mehr erleben, ging es auch um das Thema Finanzcrash.

Und die Herren Nobelpreisträger zeigen sich mehrheitlich deutlich weniger optimistisch als Frau Yellen. Einige, wie Edward Prescott, Nobelpreisträger des Jahres 2004, sind sich sogar sicher, dass es in naher Zukunft erneut einen Crash geben wird.

Überhaupt äußern die meisten Wirtschafts-Experten Zweifel daran, dass unser Finanzsystem jemals krisenfrei funktionieren könnte. Daniel McFadden, Nobelpreisträger des Jahres 2000, vergleicht das Finanzsystem mit einem Stromkreislauf: Gelegentliche Kurzschlüsse seien nicht zu vermeiden.

 

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Die Smartphone-Anwendung FaceApp erfreut sich großer Beliebtheit – eigentlich. Mit der App lassen sich Gesichtszüge des Nutzers auf Fotos in Sekundenschnelle verändern. Eine Funktion der App allerdings stieß auf breite Proteste: Mithilfe eines bestimmten Filters konnten User ihre Ethnie (schwarz, weiß, asiatisch) ändern.

Nach heftigen Proteststürmen auf Twitter und anderen sozialen Netzwerken hat der russische Entwickler Wireless Lab ooo die Funktion allerdings wieder gelöscht. User hatten sich beschwert, das Feature sei rassistisch, niveaulos oder erniedrigend.

Wireless Lab betonte, man habe weder positive noch negative Konnotationen mit verschiedenen Hautfarben im Sinn gehabt. Die Funktion habe ausschließlich der „Gleichberechtigung“ dienen sollen, erklärte der CEO gegenüber dem „Cosmopolitan“.

 

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