Gute Nachrichten für alle, die eine Wohnung haben und vermieten wollen – schlechte für alle, die derzeit eine suchen. Obwohl in Deutschland so viel wie lange nicht gebaut wird, fehlen immer noch Wohnungen. Nach Angaben des Bundesverbands der deutschen Wohnungs- und Immobilienunternehmen (GdW) wurden seit 2009 eine Million Wohnungen zu wenig gebaut.

Grund für den rasch wachsenden Bedarf ist zum einen die steigende Bevölkerungszahl – angesichts der niedrigen Geburtenrate ist die hauptsächlich auf Zuwanderung zurückzuführen. Zum anderen zieht es immer mehr Menschen in immer weniger bestimmte Ballungsräume – wer will schon in Balingen wohnen, wenn er auch in Berlin wohnen kann?

277.691 neue Wohnungen wurden 2016 fertiggestellt. Davon waren allerdings nur knapp 10 Prozent Mietwohnungen.

Der Grund für die zu geringe Bautätigkeit ist übrigens nicht fehlendes Geld. Laut der GdW hätten die Bauunternehmer gerne noch mehr in Neubauten investiert. Woran es fehle, sei aber Bauland – und Planungslapazitäten in den Gemeinden.

Arbeit macht das Leben süß. Aber genau wie beim Zucker gilt: Zuviel davon ist ungesund. Im Zweifel sogar tödlich: Wie Forscher jetzt herausgefunden haben, erhöhen zu lange Arbeitszeiten das Risiko von Herzrhytmusstörungen.

Das jedenfalls glauben Wissenschaftler University College London belegen zu können. Diese haben die Daten von knapp 85.500 Männern und Frauen ausgewertet. Das Ergebnis: Wer 55 Stunden pro Woche oder mehr arbeitet, hat ein um 40 Prozent erhöhtes Risiko, in den nächsten zehn Jahren an einem Vorhofflimmern zu erkranken.

Das sogenannte Vorhofflimmern ist eine Störung des Herzrhytmus‘ und kann der Vorbote von Schlaganfällen, Herzinfarkten oder Demenz in Folge von beidem sein.

Allerdings verweisen die Forscher auch darauf, dass vor allem eine Kombination von Risikofaktoren gefährlich ist. Junge, gesunde Nichtraucher ohne Übergewicht und Bluthochdruck können demnach auch sehr lange arbeiten, ohne ihr Risiko signifikant zu erhöhen.

 

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Sind Geldscheine und Münzen bald endgültig ein Fall fürs Museum? Der Kreditkartenhersteller Visa verschärft seinen Kampf gegen das Bargeld. In den USA und Großbrittanien zahlt er an Restaurants, die auf Barzahlung verzichten, Boni aus.

Ein Sprecher erklärte mit drastischen Worten: „Wir erklären dem Bargeld den Krieg!“ Gerade in Deutschland, wo eine hohe Verbundheit zu physischen Zahlungsmitteln besteht, wird man das eher mit Sorge als mit Begeisterung hören.

Visa sind Zweifler jedoch egal. Das Unternehmen will Gastronomie-Betrieben mit Investitionen helfen, ihre Bezahlsysteme auf elektronisch umzustellen. Die Aktion soll in Bälde auch auf weitere Märkte ausgedehnt werden.

Das Interesse des Unternehmens ist nachvollziehbar: Schon jetzt bezahlen etwa britische Händler jedes Jahr rund 800 Millionen Pfund Gebühren für Kreditkartentransaktionen. Ohne die Konkurrenz durch Bargeld wäre für Visa und Co noch eine ungleich größere Summe drin.

 

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Die Deutschen haben mehr Geld als jemals zuvor – allerdings gibt es große Unterschiede in der Verteilung. Im ersten Quartal 2017 stieg die Summe aller Vermögen insgesamt auf den Rekordwert von 5.676 Milliarden Euro an.

Das ist im Vergleich zum letzten Quartal 2016 ein Anstieg von 15 Prozent, genauer um 84 Milliarden Euro. Immobilien sind in der Studie der Bundesbank nicht berücksichtigt. Einbezogen sind dagegen Bargeld, Bankeinlagen, Wertpapiere und Versicherungen.

Weil Sparbücher kaum noch Zinsen abwerfen, geht der Trend zum einen zum Bargeld. Zum anderen wagen sich auch immer mehr Deutsche an die Börse: Rund 2 Milliarden flossen in den ersten drei Monaten 2017 in Aktien und Wertpapiere.

Allerdings sagen die Zahlen der Zentralbank wenig über die Verteilung des Geldsegens aus. So sind in Deutschland derzeit knapp 677.000 Menschen in einem Insolvenzverfahren – wohlgemerkt Privatleute. Allein in Nordrhein-Westfalen sind es 168.000, die von einer Privatinsolvenz betroffen sind.

 

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Oh, ein neues Video! Gleich mal anschauen. Oh, lädt. Und lädt. Und lädt. Die Situation kennt fast jeder – nach dem Willen der Bundesregierung soll damit aber bald Schluss sein – dank 5G. Bis 2025 soll die fünfte Generation des Mobilfunks flächendeckend in Deutschland verfügbar sein.

5G, wie das Datennetz, das 4G ablösen soll, heißen wird, soll deutliche schnellere Übertragungen von Daten ermöglichen. Schon 2020 soll es teilweise, fünf Jahre später dann überall verfügbar sein.

Deutsche Unternehmen spielen beim angepeilten Aufbau des neuen Netzes aber nur eine Nebenrolle. Vor allem aus den USA und Asien stammen die Mobilfunkfirmen, Netzausrüster und Halbleiter-Spezialisten. Südkorea etwa will pünktlich zu den Olympischen Winterspielen 2018 bereits erste Anwendungen auf 5G-Basis vorführen.

Trotzdem sieht die Bundesregierung auch für die deutsche Wirtschaft Chancen. Dafür müssten aber die heute auf Testfeldern bestehenden optimalen infrastrukturellen Bedingungen überall in Deutschland vorzufinden sein, heißt es in einem Strategiepapier.

 

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Verschickt eigentlich noch jemand SMS? Seitdem Messenger wie Whatsapp das Versenden von Nachrichten einfacher und übersichtlicher gestaltet haben, sinkt die Zahl stetig. Und mit dem neuen Update sind auch weitere Hürden beim Verschicken von Daten gefallen.

So können Whatsapp-Nutzer ab sofort jedes Datenformat über die App verschicken. Auch .zip-Dateien sind damit nun beispielsweise möglich. Bisher gab es diverse Einschränkungen, die unter anderem auch APKs betrafen.

Was begrenz bleibt, sind die Dateigrößen. So können über Whatsapp, das zu Facebook gehört, maximal 128 Megabyte (iPhone) beziehungsweise 100 Megabyte (Android) auf einmal versendet werden. Wer die Web-App des Messengers nutzt, kann sogar nur 64 Megabyte anhängen. Ob auch hier die Schranken demnächst fallen werden, ist nicht bekannt.

 

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Facebook will offenbar auch ins Geschäft mit der Virtuellen Realität einsteigen. Der Konzern plant nach Medienberichten, eine eigene VR-Brille auf den Markt zu bringen. Schon 2018 soll diese erhältlich sein – und mit 200 Dollar deutlich billiger als etwa die Oculus Rift.

Im Gegensatz zu den aktuell handelsüblichen VR-Brillen soll das neue Modell ohne Smartphone oder PC auskommen. Bei der Entwicklung kooperiert Facebook angeblich mit dem chinesischen Hersteller Xiaomi.

Aber die Konkurrenz schläft natürlich nicht. Auch Google ist derzeit an der Entwicklung von VR-Brillen dran, die ohne Smartphone oder PC verwendet werden können. Die Herstellung sollen HTC und Lenovo übernehmen.

Aktuell führt Samsung den weltweiten Markt für VR-Brillen mit 22 Prozent an. Oculus VR, das 2014 von Facebook übernommen wurde, kommt nur auf Platz vier – hinter Sony und HTC.

 

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Eine afrikanische Metropole ist die teuerste Stadt der Welt. Das ist ein Ergebnis einer Erhebung der Beratungsfirma Mercer, die die Lebenshaltungskosten in mehreren hundert Großstädten weltweit vergleicht.

So löst das angolanische Luanda dieses Jahr den Vorjahressieger Honkong als Spitzenreiter ab. Die chinesische Metropole landet nur noch auf Platz zwei.

Auf den Plätzen drei und vier folgen Tokio und das schweizerische Zürich. Mit Genf (Rang 7) und Bern (Ranf 10) hat die kleine Alpenrepublik gleich drei Städte in den Top 10.

Wenig überraschend ist München die höchstplatzierte Stadt des Rankings. Allerdings kommt die Stadt an der Isar im weltweiten Vergleich gerade mal auf Rang 98. Damit landet man noch vor Frankfurt (Rang 112). Etwas überraschend ist, dass Berlin mit Rang 120 noch knapp vor Düsseldorf und Hamburg rangiert.

Im Rahmen der Studie wurden 2017 die Preise für über 200 Produkte und Dienstleistungen, darunter zum Beispiel Unterkunft, öffentliche Verkehrsmittel, Lebensmittel, Kleidung, Haushaltswaren und Freizeitangebote, miteinander verglichen.

 

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Ein Herz kann man nicht reparieren – in der Liebe mag das nach wie vor stimmen. Medizinisch gesehen aber geht das durchaus, und auch eine kompletter Neueinbau ist möglich.

Forscher haben jetzt erstmals ein weiches, leichtes Kunstherz entwickelt, das viele Nachteile sonstiger künstlicher Organe vermeidet. Bisherige Implantate seien lediglich Blutpumpen, so die Wissenschaftler. Ihr Silikonherz wiegt nur 390 Gramm und ist sehr weich.

Die Stärken des Produkts sind zugleich aber auch seine Schwächen. So macht das künstliche Herz bisher noch zu schnell schlapp. Nach etwa 3.000 Schlägen ist Schluss – zu wenig, um eine echte Hilfe für Patienten mit Herzinsuffizienz sein zu können. Größtes Problem ist bislang, dass das Material zu schnell nachgibt.

Das nächste Ziel der Forscher ist es, durch eine Erhöhung der Reißfestigkeit auf mindestens eine Million Schläge zu kommen. Bei einem Ruhepuls von 60 wären das allerdings auch nur etwa 11 Tage… Scheint noch ein weiter Weg zu sein.

 

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Von der Saftpresse zum Saftladen – wer den Schaden hat, braucht für den Spott nicht zu sorgen. Das Konzept von Juicero klang eigentlich ganz gut. Offenbar hat man sich beim US-Startup aber gründlich verrechnet.

Dabei konnte man einst satte (oder saftige) 120 Millionen Dollar an Risikokapital einsammeln. Was aus diesen nun wird, ist eher fraglich. Die Idee, Obst- und Gemüsepäckchen zum Saftpressen anzubieten, war wohl doch überschätzt. Zumal die Päckchen, die mit den Kaffeekapseln von Nespresso und Co vergleichbar sind, auch in anderen als der Juicero-Presse in Saft verwandelt werden können.

Und da liegt wohl die Crux: Die Maschine kostet schlappe 400 Dollar. Günstige Alternativen sind da allemal aufzutreiben – was durch die Typenoffenheit der Saftpäckchen auch nicht verhindert werden kann.

Nun reagiert man auf die schleppende Entwicklung. Der Preis für die Maschinen, der ursrünglich mal bei 700 Dollar lag, soll weiter gesenkt werden, auf 200 Dollar. Zusätzlich sollen 25 Prozent der Mitarbeiter entlassen werden.

 

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