Die Zahl der Unternehmensgründungen nahm im letzten Jahr um 91.000 ab. Damit ist ein Rekordtief von 672.000 erreicht. Dies geht aus dem KfW-Gründungsmonitor hervor, der Ende Mai vorgestellt wurde.

Dazu Chefvolkswirt Jörg Zeuner: „Zur steten Erneuerung unserer Volkswirtschaft benötigen wir vor allem mehr Chancengründer, die häufiger Marktneuheiten an den Start bringen“. Denn wenn heute die Gründer fehlen, leidet morgen die Wettbewerbsfähigkeit.

Schuld an der Entwicklung trägt der boomende Arbeitsmarkt: Bessere Jobchancen überstrahlen die risikoreiche Selbstständigkeit. Bei denjenigen, die den Schritt gewagt haben, entschieden sich ca. 70% für ein Dienstleistungsangebot, 16% für ein Business im Handel und 12 % im produzierenden Gewerbe. Auch interessant zu wissen: Ca. jede fünfte Gründung hat digitale Technologien als unverzichtbare Basis.

In Deutschland sind Hamburg und Berlin weiterhin die Spitzenreiter – Hamburg inzwischen sogar vor Berlin. Dies – so die Ökonomen – sei der Medien- und IT-Prägung beider Städte geschuldet.

Doch die KfW sieht hoffungsfroh in die Zukunft. Auf Grund der stabilen Konjunktur erwarten sie, dass zukünftig wieder mehr Gründer ihre eigenen Ideen umsetzen werden. Wir sagen: Viel Erfolg!

 

Bild: (c): PantherMedia / Arne Trautmann

Wir Deutschen haben seit jeher ein besonderes Verhältnis zum Wald – und damit haben wir verdammt recht! Japanische Wissenschaftler haben nun nämlich festgestellt, dass Waldspaziergänge vor der Todesursache Nummer 1 schützen: Vor Krebs.

Bei diesem verblüffenden Vorgang spielen sogenannte Killerzellen eine Rolle. Klingt fies – die kleinen Kerle sind aber äußerst nützlich und hilfreich. Sie erkennen abnormale Zellkollegen, zum Beispiel Tumore, und töten diese ab.

Und sie stehen offenbar auf Natur. Die Forscher kommen zum Ergebnis, dass Erlebnisse wie Waldspaziergänge sie aktivieren. Schon nach einem zweistündigen Aufenthalt unter Bäumen stieg der Anteil der Killerzellen im Blut der Probanden um die Hälfte an.

Und die beste Nachricht: Der Effekt hält offenbar mindestens eine Woche an. Bevor wir alle uns nun also eine Hütte im Wald kaufen und bald den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr sehen: Einmal die Woche reicht völlig.

 

Bild: (c) PantherMedia / SimpleFoto

Während US-amerikanische Rapper schon längst die Forbes-Listen der Bestverdiener füllen, hinkt der deutsche Rap noch etwas hinterher. Doch so langsam aber sicher scheint man aufzuholen: Der Hamburger Rapper Bonez MC könnte bald die magische Grenze zum Millionär überschreiten.

Oder hat er es sogar schon geschafft? Auf Facebook hatte Bonez Ende 2016 angekündigt: „Nächstes Jahr bin ich Millionär!“

Zwar ist Großmäuligkeit in Rapkreisen immer ein Thema. Die Angaben des Hamburgers, der nach eigenen Angaben von kiffenden Eltern großgezogen wurde und unter Heroin-Junkies aufgewachsen ist, sind aber nicht einfach aus der Luft gegriffen.

Das letzte Album von Bonez, „Palmen aus Plastik“ mit seinem Kollegen RAF Camora, hat bereits Platinstatus (200.000 verkaufte Einheiten). Auch die gleichnamige Single erreichte bereits eine Platinauszeichung, dazu kommen vier Singles, von denen zwei mit Gold und eine mit Platin ausgezeichnet wurde. Läuft bei Bonez, wie man so schön sagt.

 

Bild: (c) PantherMedia / Denis Koltsov

Autonomes Fahren, also Autos, die ohne menschlichen Fahrer über die Straße zischen, sind groß im Kommen. Israelische Forscher haben nun einen Roboter entwickelt, der jedes Auto ohne weitere Umrüstung steuern kann.

Der „Intelligent Vehicle Operator“ (IVO) wurde an der Ben-Gurion-Universität in Negev entwickelt. Der Prototyp erfasst seine Umwelt mit Kameras und Bewegungssensoren – und macht aus jedem beliebigem PKW ein selbstfahrendes Auto.

Die Entwickler verweisen vor allem auf zwei Vorteile: Geringere Kosten und Flexibilität. Die bisherigen Konzepte von Google, Tesla oder Uber basieren darauf, das komplette Fahrzeug in ein selbstfahrendes Auto zu verwandeln. Das neue System dagegen ist kein Umbausatz, sondern ein automomer Fahrroboter. Man kann ihn in jedes beliebige Auto setzen und fahren lassen. Wenn man will, kann man ihn einfach in einem Koffer verstauen – und selber weiterfahren.

Das einzige Problem: Bisher hat IVO wenig Praxiserfahrung. Die Gesetze in Israel sind recht streng, weswegen die Forscher auch schon Feldversuche in China unternommen haben. Ansonsten kennt IVO bisher vor allem den Parkplatz der Uni.

 

Bild: (c) PantherMedia / alphaspirit

Deine Armut kotzt mich an? Diese Einstellung war einmal – wenn man einer Studie der renommierten London School Of Economics glaubt. Die Forscher kommen zum Ergebnis, dass ein Drittel der Reichen dafür ist, höhere Steuern zu bezahlen. Damit soll die wachsende Kluft zwischen Arm und Reich gestoppt werden.

Die Stichprobe war mit 30 sehr reichen Personen allerdings nicht sehr groß. Die Forscher verweisen jedoch darauf, dass eine andere Studie, die vor etwa einem Jahr in den USA durchgeführt wurde, zu einem ähnlichen Ergebnis kam: Unter den Privilegierten ist demnach die Einsicht auf dem Vormarsch, dass eine höhere Chancegleichheit für alle gut sei.

Ebenfalls vor einem Jahr hatten 50 Millionäre dem New Yorker Gouverneur einen offenen Brief geschrieben. Darin forderten sie eine Steuererhöhung, die der „wachsenden Ungleichheit“ entgegenwirken sollte.

Deutschland weist nach einer DIW-Studie übrigens in der gesamten Eurozone die ungleichste Vermögensverteilung auf. 2007 besaßen demnach 10% zwei Drittel des Gesamtvermögens.

 

Bild: (c) PantherMedia / Samiramay

Schluss mit kostenlos: Ab sofort gibt es keine Gratis-Testphase mehr bei Apple Music. Der Streamingdienst ist für User in der Schweiz, in Spanien und auch in Australien nicht mehr die ersten drei Monate kostenlos. Bisher war das in allen Ländern, in denen Apple Music angeboten wird, üblich.

Die Testphase wird dagegen nicht abgeschafft: Statt gar nichts zahlen User in der Schweiz jetzt beispielsweise etwa einen Franken. In Deutschland bleibt vorerst alles beim alten, wie lange, ist allerdings nicht bekannt.

Denn mit der Abschaffung der kostenlosen Testphase will der US-Technologie-Riese ein Zeichen setzen: Das Produkt Apple Music soll in Zukunft nicht mehr durch Gratisangebote entwertet werden.

Apples wichtigster Musikmanager Jimmy Iovine hatte erst kürzlich erklärt, Plattenfirmen müssten ihre kostenpflichtigen Streamingdienste attraktiver machen. Dazu sei es notwendig, die bisher üblichen Gratisangebote einzuschränken. Zumindest in drei Ländern tut Apple nun genau dies – ein klares Zeichen an die User: Musik gibt es nicht für lau.

 

Bild: (c) PantherMedia / kiuikson